Glimmer
Bald ist es wieder so weit. Bald tauchen die Bäume ihr Blätterkleid wieder in leuchtende Farben. Aus grün wird feuerrot, orange oder knallgelb. Nach und nach machen die Wälder und Straßenbäume den grauen Herbst bunt – und mir damit eine Freude.
Für solche Freudenpunkte im Alltäglichen gibt es seit einiger Zeit den Begriff: „Glimmer“ – Gegenbegriff zu „Trigger“.
Während „Trigger“ Menschen mit traumatisierenden Erfahrungen plötzlich aus dem Alltag in eine tiefe Dunkelheit katapultieren können, bewirken „Glimmer“ das Gegenteil: als kleine Momente der Freude, des Glücks, der Dankbarkeit schimmern sie auf, heben sich ab von der dunkleren Umgebung und erzeugen positive Gefühle, schaffen Ruhe und Sicherheit.
- „Lieblingstee in der Lieblingstasse.“
- „Mit meiner besten Freundin so lachen, dass der Bauch wehtut.“
- „In der Winterjacke unerwartet Kleingeld vom letzten Jahr finden.“
- „Ein Kompliment bekommen für etwas, für das ich Mut gebraucht habe.“
- „Jedes Jahr die ersten glänzenden Kastanien.“
- „Wenn die Ampel so umschaltet, dass ich mit dem Fahrrad einfach weiterrollen kann.“
- „Sonnenschein durch bunte Blätter.“ ...
Welcher Lichtmoment hat zuletzt Ihren Alltag unverhofft heller gemacht?
Und wem erzählen Sie als erstes davon?
Herbsttage mit Glimmern wünscht Ihnen
für das Team der Klinikseelsorge an der Uniklinik Köln
und am Ev. Klinikum Köln Weyertal
Caroline Schnabel






